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Dr. Zinabu, medizinischer Direktor des Mettu-Karl-Hospital in Metu auf dessen Gelände die neue Fistelklinik gebaut wird, und Annette von Lerber, Kommunikationsverantwortliche von women’s hope international.

Women's Hope International

Hoffnung für Frauen mit geburtstraumatischen Verletzungen

Women’s Hope International (whi) ist ein 2003 gegründetes, unabhängiges Schweizer Hilfswerk, das sich für die Verbesserung der reproduktiven Gesundheit, besonders für Frauen mit Blasen- und Darmscheidenfisteln engagiert.

Weltweit leiden mehr als zwei Millionen Frauen an Blasen- und/oder Darmscheidenfisteln. Diese entstehen durch einen verzögerten Geburtsverlauf. Durch den tagelangen Druck des Kopfes des ungeborenen Kindes auf den Geburtskanal stirbt das Gewebe ab. Es entstehen Löcher zwischen Blase und Scheide und/oder Darm und Scheide. In der Folge kommt es zu Inkontinenz: Urin und/oder Stuhl fliessen unkontrolliert. Nebst Infektionen und Schmerzen führt dies häufig dazu, dass die betroffenen Frauen verachtet und verstossen werden.

Women’s Hope International arbeitet eng mit dem Addis Abeba Fistula Hospital in Äthiopien zusammen, dem weltweit einzigen Spital, das sich ausschliesslich auf die Behandlung und Prävention von geburtstraumatischen Verletzungen spezialisiert hat. Durch eine Operation und adäquate Pflege können 85% der Patientinnen geheilt und der Zustand der restlichen wesentlich verbessert werden!

Angesichts der grossen Zahl von Frauen mit Fisteln werden in Äthiopien fünf neue Aussenkliniken gebaut. Neben der Behandlung durch spezialisierte Gynäkologen wird dort grossen Wert auf Prävention gelegt. Durch Schulung und Sensibilisierung von traditionellen Geburtshelferinnen und kostenloser Geburtshilfe bei Risikopatientinnen soll den schweren geburtstraumatischen Verletzungen vorgebeugt werden.

Der UsitawiNetwork Club Bern und die UsitawiNetwork Foundation unterstützen WHI finanziell.


Weitere Informationen unter
www.womenshope.ch

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